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Was ist Affiliate Marketing

Was genau ist Affiliate Marketing

…und wie kann ich damit Geld im Internet verdienen.Geld verdienen mit Affiliate Marketing

Affiliate Marketing – was ist das eigentlich, wie funktioniert es, kann ich da auch einsteigen und wie viel Geld kann man damit verdienen? Wer einmal in dieses Thema reingeschnuppert hat, wird sich Fragen wie diese stellen, ohne darauf schnelle, präzise Antworten zu finden. Das ändert sich jetzt, denn in diesem Artikel werden alle Fragen rund um das Thema Affiliate Marketing beantwortet.

Affiliate Marketing – was ist das überhaupt?

Bevor wir uns diesem Thema widmen, sei eingangs kurz erwähnt, dass diese Art des Marketings auch unter anderen Namen bekannt ist. Dazu zählen beispielsweise Affiliate Programm oder auch Partnerprogramm. Die drei Begriffe meinen jedoch alle dieselbe Form des Marketings, es handelt sich also nicht um getrennte Bereiche.

Simpel ausgedrückt handelt es sich beim Affiliate Programm um ein Provisionsmodell für Webseitenbetreiber. Damit diese etwas abstrakte Antwort einen etwas konkreteren Rahmen erhält, haben wir uns folgendes Beispiel ausgedacht:

–    Ein großes Versandhaus – nehmen wir an dieser Stelle einfach Amazon – bietet ein Partnerprogramm an. Ich möchte als Affiliate einsteigen und melde mich daher bei Amazon an.

–    Anschließend kann ich (kostenlos) Links generieren lassen, welche ich dann auf meiner Webseite einpflege. Diese Links führen zu Produkten, welche bei Amazon verkauft werden.

–    Beispielsweise könnte ich vielleicht eine Webseite aus dem Audio- und HiFi-Segment betreiben. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass sich die Besucher meiner Seite für Kopfhörer oder Stereoanlagen interessieren. Also platziere ich einige Links zu Produkten oder Produktkategorien dieser Art bei Amazon auf meiner Seite.

–    Sollte nun ein Leser meiner Seite über genau diesen Link eines der Produkte bei Amazon kaufen, erhalte ich eine kleine Provision des Verkaufswerts – und genau das ist das Prinzip hinter dem Affiliate Marketing.

Wer sich bei einem Affiliate Programm anmeldet, verkauft also nichts selber und betreibt auch keine Werbung in eigener Sache. Stattdessen ist der Webseitenbetreiber in diesem Beispiel viel mehr eine Art Vermittler zwischen dem (potenziellen) Kunden und dem Verkäufer. Restriktiv gehen die Partner dabei selten vor: Theoretisch könnten die Betreiber also Hunderte von Links auf einer Webseite platzieren, um so – möglicherweise – die Chance auf Verkäufe zu erhöhen. Praktisch jedoch werden sich wohl nur wenige Leser auf einer Webseite aufhalten, die bis auf zahlreiche Links zu Amazon nichts anderes zu bieten haben.

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Generelle Vorteile beim Affiliate Marketing

Kosten entstehen bei dieser Form der Werbung nicht. Produkte, Dienstleistungen oder andere, nicht umsonst erhältliche Güter müssen nicht eingekauft werden. Abseits von der Zeit, welche für ein Partnerprogramm investiert werden muss, droht also kein Verlust in jeglicher Form durch ein Affiliate Programm. Im Vergleich zu anderen Formen der Werbung, bei welchen der Werbetreibende unter Umständen keinen Einfluss auf die genaue Art der Werbung hat, bietet Affiliate Marketing ein gewisses Maß an Kontrolle. Links, welche der Betreiber nicht auf seiner Seite sehen will, werden auch nicht angezeigt. Weiterhin benötigt man kein großes Fachwissen, um eine Webseite mit dem Partnerprogramm „anzureichern“. Banner oder Links einzupflegen, ist keine große Kunst, so dass keine weitergehenden Kenntnisse in einer Web-Programmiersprache erforderlich sind. Zu guter Letzt entwickelt sich das Affiliate Programm meist wie ein fahrender Zug: Am Anfang dauert es zwar ein wenig, bis er ins Rollen kommt, aber nach einem gewissen Zeitraum ist die Grenze zu wirklich nennenswerten Summen pro Monat überschritten und wird (bei entsprechendem Arbeitseinsatz) auch nicht wieder unterschritten.

Wie verdiene ich mit Affiliate Marketing Geld?

Wie bereits erwähnt, handelt es sich beim Partnerprogramm um ein Provisionsmodell. Dieses Modell basiert jedoch – je nach Partner – auf unterschiedlichen Varianten. Es gibt zu viele Provisionsmodelle, um diese vollständig aufzuzählen, aber die verbreitetsten haben wir an dieser Stelle aufgelistet:

–    Pay per Sale (PPS)
Dieses Modell entspricht unserem soeben genannten Beispiel: Ein Leser klickt auf einen Link zu Amazon und kauft das entsprechende Produkt. Dem Webseitenbetreiber wird dann ein vorher festgelegter Anteil zugesprochen. Wer also beispielsweise ein Produkt für 100 Euro vermittelt und davon 5 % Provision erhält, bekommt 5 Euro.

–    Pay per Lead (PPL)
Ein Lead kann grob mit einer Weiterempfehlung übersetzt werden: Sobald der Leser auf diesen Link klickt und dadurch eine Art Kontakt zum Kunden aufgebaut wird, erhält der Webseitenbetreiber eine Provision. Ein Affiliate Programm in dieser Form wird vor allem bei Produkten oder Dienstleistungen eingesetzt, welche nicht sofort verkauft werden können, da sie entweder zu teuer sind oder sich Kunden aus anderen Gründen selten für einen sofortigen Kauf entscheiden.

–    Pay per Click (PPC)
Dieses Modell ist sehr einfach gehalten: Der Leser klickt auf einen Link und der Webseitenbetreibende erhält eine Provision. Ein großer Nachteil ist die sehr niedrige Vergütung pro Klick.

–    Pay per Sign-up
Bei diesem Partnerprogramm wird die Provision immer dann ausgeschüttet, wenn sich der Leser auf der Seite oder bei dem Produkt des Kunden anmeldet. In der Regel wird auch hier nicht viel Geld ausgeschüttet, aber die Masse kann hier den Unterschied machen. Da eine Registrierung wenig Zeit in Anspruch nimmt, gehen diesen Schritt viele Menschen schon aus reiner Neugier.

–    Lifetime-Modell
Bei diesem Affiliate Programm es sich um regelmäßige, konstante Ausschüttungen: Ein Besucher wird über die eigene Webseite zu einem Händler geleitet. Dort mietet der Besucher ein Produkt oder eine Dienstleistung über einen längeren Zeitraum. Sofern dieser Kunde nun bei dem Händler bleibt, erhält der ursprüngliche Webseitenbetreiber jeden Monat eine gewisse Provision. Dies unterscheidet sich von den anderen Provisionsmodellen durch eine gewisse Sicherheit und Garantie und durch die recht hohen Provisionen pro vermitteltem Kunden.

Aber welches Affiliate Programm ist das Beste?

Wie so häufig gibt es auch hier kein „bestes Partnerprogramm“. Vielmehr hängt die Entscheidung davon ab, welche Art von Produkt oder Dienstleistung an die Leser der Seite vermittelt werden soll. Für einfache Produktverkäufe ist sicherlich das Pay per Sale-Modell am besten geeignet, doch Vergütungsmodelle wie Pay per Lead und Pay per Sign-up sind sich recht ähnlich. Damit Affiliate Marketing wirklich funktioniert, muss also eine genaue Analyse des eigenen Angebots, der Partner sowie der Kunden und der Leser betrieben werden. Ein planloses Affiliate Programm wird nur selten (und auch dann nur mit Glück) wirklich nennenswerte Geldbeträge abwerfen.

Voraussetzungen für gewinnbringendes Affiliate Marketing

Damit ein Affiliate Programm tatsächlich Geld generiert, sollten unter anderem folgende Grundvoraussetzungen gegeben sein:

–    Motivation und Geduld
Durch ein Partnerprogramm wird niemand von heute auf morgen zum Millionär. Damit ein Affiliate Programm genügend Gewinn generiert, um davon leben zu können, sind viele Monate oder gar Jahre an Geduld notwendig. In dieser Zeit darf natürlich die Motivation nicht schwinden, denn nur mit einer stetigen Aktualisierung der Webseite mit neuem Content werden auch neue Besucher gewonnen.

–    Eine bekannte Webseite
Beim Affiliate Marketing gilt grundsätzlich, dass die Quantität der Besucher von äußerster Wichtigkeit ist. 100 Leser im Monat, die zwar jeden Tag wiederkommen, aber pro Kopf jeweils nur einen Euro generieren, sind zwar qualitativ guter Traffic. Mehr Geld (nämlich das Zehnfache) würde der Webseitenbetreiber in diesem Beispiel aber durch 10.000 Besucher verdienen, welche pro Kopf nur 10 Cent beisteuern. Mit kleinen Blogs ist eine solche Besucheranzahl nicht zu stemmen, so dass es bei jedem Partnerprogramm auch auf eine möglichst gutbesuchte Webseite ankommt.

–    Content ist das A und O
Mehr Inhalte locken mehr Besucher an, die wiederum mehr Geld durch Provisionen generieren. Eine andauernde Aktualisierung der Webseite sollte daher oberste Priorität genießen. Dabei eignen sich einige Inhalte grundsätzlich besser als andere für das Affiliate Marketing: Technische Produkte aus unserem erwähnten HiFi-Bereich beispielsweise werden aufgrund von Preisvergleichen ohnehin gerne im Internet gekauft. Schwieriger wird es hingegen bei einem Blog über Nahrungsmittel oder auch Kleidung, da viele Menschen hier noch immer den Gang zu einem „echten“ Händler bevorzugen.

Eine weitere wichtige Voraussetzung ist bei einem Partnerprogramm aber auch ein entsprechend guter Partner. In Studien wird sehr schnell deutlich, dass Kunden beispielsweise sehr schnell abspringen, wenn sie nach einem Lead zu einem Online-Shop gelangen und dieser langsame Ladezeiten, ein schlechtes Layout oder deutlich überhöhte Preise bietet. Leider hat der Webseitenbetreiber beim Affiliate Programm auf die Angebote seines Werbepartners natürlich keinen direkten Einfluss. Wer sich einen Partner aussucht, sollte also möglichst vorher sicherstellen, dass es sich um eine kompetente Lösung für das eigene Affiliate Marketing handelt.

Wie viel Geld kann ich mit einem Affiliate Programm verdienen?

Die (unschöne) Antwortet lautet, dass es hier keine Ober- und Untergrenze gibt. Wer kaum Zeit in sein Partnerprogramm investiert und auch nicht die notwendige Geduld und Motivation mitbringt, wird wahrscheinlich genau 0 Euro durch Affiliate Marketing verdienen. Auf der anderen Seite gibt es im Internet viele Beispiele von einfachen Bloggern zu finden, die sich allein durch ein Affiliate Programm zu einem Monatsverdienst jenseits der 5.000 Euro hochgearbeitet haben. Es hängt also stark von den eigenen Fähigkeiten und auch der jeweiligen Branche ab, welche durch das Partnerprogramm abgedeckt werden soll. Grundsätzlich gilt jedoch: Wer mit Affiliate Marketing wirklich Geld verdienen möchte, kann dies auch heute noch tun – nur ist der Weg dorthin steinig, so wie es in jedem anderen Beruf ebenfalls der Fall ist. Der „schnelle Euro nebenbei“ ist auch ein Affiliate Programm nicht.

Was sind Affiliate-Netzwerke und wo liegen die Vor- und Nachteile?

Ein Partnerprogramm kann lohnenswert sein, aber diese Aufgabe ist auch mit viel Arbeit verbunden – und das gilt sowohl für den Webseitenbetreiber als auch das Unternehmen selbst, welches die Werbelinks für den Betreiber anbietet. Um diesen Aufwand für das Affiliate Marketing zu reduzieren, existieren die sogenannten Affiliate-Netzwerke: Sie schalten sich zwischen Unternehmen und Webseitenbetreiber und vereinfachen für beide Parteien das Partnerprogramm. Auf der Unternehmensseite entfällt die Zahlung von Provisionen, die Verwaltung und Analyse von Statistiken oder auch die Kommunikation mit den Webseitenbetreibern. Diese wiederum profitieren ebenfalls, und zwar unter anderem von…

–    … einem einfachen Registrierungsprozess. Anstelle von einer Registrierung bei jedem einzelnen Unternehmen, für welches man Werbung schalten möchte, muss nur eine einmalige Anmeldung beim Netzwerk erfolgen.

–    … standardisierter Werbung, da Links und Banner innerhalb eines Netzwerks in der Regel immer im selben Format ausgegeben werden – unabhängig vom Unternehmen, für welches eigentlich Werbung gemacht wird.

–    … einer einfachen Anlaufstelle für jedes Partnerprogramm. Beim Affiliate Marketing kann die Suche nach geeigneten Programmen allein viel Zeit in Anspruch nehmen. Wer sich für ein Affiliate Programm eines Netzwerks entscheidet, kann diese Zeitdauer drastisch reduzieren.
Neben einigen weiteren Vorteilen wie dem zentralen Ansprechpartner bei Problemen jeglicher Art gibt es jedoch auch Nachteile zu vermelden: Die Provision fällt bei jedem Vergütungsmodell und bei jedem Partnerprogramm geringer aus. Das Netzwerk möchte beim Affiliate Programm schließlich ebenfalls an seiner Dienstleistung Geld verdienen. Außerdem sind individuelle Werbeaktionen über ein Netzwerk nur schwer realisierbar, da der direkte Ansprechpartner beim Unternehmen fehlt. Affiliate Marketing über ein Netzwerk ist also durchaus mit Vorteilen verbunden, doch ob diese auch die Nachteile wettmachen, muss jeder Werbetreibende für sich entscheiden. 
FAQ
Kann jeder mit Affiliate Marketing Geld verdienen?
Ja! Mit einer Webseite jeglicher Art lässt sich mit einem geeigneten Partnerprogramm Geld verdienen. Es gibt keine Voraussetzungen. Wie hoch diese Gewinne ausfallen, liegt allein an den Fähigkeiten des Werbetreibenden, den Inhalten und dem genauen Affiliate Programm.

Kann ich selbst etwas zu meinem Partnerprogramm beitragen?
Möglicherweise nicht direkt, aber indirekt schon: Wer beispielsweise ein fleißiges Händchen hat und gut schreiben kann, sollte seine Webseite mit möglichst viel (gutem!) Inhalt füttern. Das wiederum lockt mehr Besucher auf die Seite, welche dann durch das Affiliate Programm Geld generieren.

Bekomme ich von meinen Partnern eine Garantie auf Gewinne?
Nein! Ein Affiliate Programm muss immer langfristig betrachtet werden. Es kann durchaus passieren, dass das Affiliate Marketing im Januar überhaupt keinen Gewinn abwirft. Im Februar hingegen sind es dann zum Beispiel 6.000 Euro. Über beide Monate betrachtet liegt der Durchschnitt also bei 3.000 Euro – was ein sehr guter Wert ist. Jedes Partnerprogramm ist nur dann aussagekräftig, wenn der Gewinn über einen längeren Zeitraum verglichen wird.

Kann ich für alles und jeden Werbung schalten?
Hier unterliegen alle Webseitenbetreiber beim Affiliate Marketing natürlich legalen Richtlinien: Wer mit rezeptpflichtigen Medikamenten wirbt oder Links zu Online-Casinos ohne Lizenz schaltet und obendrein vielleicht fragwürdige Unternehmen aus dem Drogen- und Sexmilieu durch sein Partnerprogramm unterstützt, wird möglicherweise mit rechtlichen Konsequenzen rechnen müssen. Hier hat sich jedoch bereits eine umfangreiche Grauzone etabliert, eine präzise Antwort kann an dieser Stelle daher nicht gegeben werden. Im Zweifel gilt also wie immer: Finger weg!